{"id":1322,"date":"2020-07-02T16:59:49","date_gmt":"2020-07-02T14:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/traumbeute.de\/traumstation-schluesseltraum"},"modified":"2023-01-01T13:03:02","modified_gmt":"2023-01-01T12:03:02","slug":"traumstation-schluesseltraum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/traumbeute.de\/en\/traumstation-schluesseltraum","title":{"rendered":"Traumstation: Key dream"},"content":{"rendered":"\n<p>Unfortunately, a translation is not yet available. We are working on it.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>05.04.2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrter K,<\/p>\n\n\n\n<p>was f\u00fcr wunderbare Tr\u00e4ume, die zu Kunstwerken werden, die zu Tr\u00e4umen werden, Tr\u00e4ume sind, die Wirklichkeiten sind und werden, so wie die Tr\u00e4ume. Ganz herzlichen Dank daf\u00fcr und im Anhang schicken wir Ihnen unsere Deutungen, die nat\u00fcrlich nicht anders k\u00f6nnen, als das weiter zu spielen und weiter zu spinnen, wohin es auch immer f\u00fchrt, es war eine Anregung, ein Genuss, eine Lust, um die es ja auch geht und wir hoffen, dass sie etwas damit anfangen k\u00f6nnen, dass es anregt und weiter erregt und bei der Gelegenheit m\u00f6chten wir Sie auch fragen, ob wir vielleicht diese Tr\u00e4ume und unsere Deutungen, die nat\u00fcrlich Ihnen sind und nicht uns, eventuell verwenden d\u00fcrften, wenn es zu einer Publikation kommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>mit freundlichen Gr\u00fcssen<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Traumstation<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Traumstation: Deutung des <a href=\"http:\/\/traumbeute.de\/schluesseltraum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schl\u00fcsseltraums<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie ist es mit dem Unbekannten, wer ist es? Er scheint da zu sein in dieser Wohnung, die seine Wohnung ist, von der aber in diesem Moment, in dem er mit ihr sie betritt, um sie ihr zu zeigen, doch nicht so genau weiss, was sie alles enth\u00e4lt, wie sie genau aussieht. Da hat jemand geschlafen, von der er nichts wusste, da gibt es ein Zimmer, von dem er nichts wusste, das zudem eine T\u00fcre hat, die zu einem anderen Aufgang f\u00fchrt, von der er nicht wusste.<\/p>\n\n\n\n<p>Als er das erste Mal den Unbekannten sieht \u2013 nat\u00fcrlich von der anderen Seite des Raumes, wohl durch eine T\u00fcr hindurch, die offen ist \u2013 durchsucht er einen Kasten, der in mehrere F\u00e4cher unterteilt ist. Genau in der Mitte befindet sich ein verschlossenes Fach.<br>Da scheint es eine Parallele zu geben zwischen dem Tr\u00e4umer, der die ganze Wohnung durchsucht und auf verschlossene T\u00fcren und Zimmer zu stossen scheint und diesem Unbekannten, dem das selbe mit dem wundersch\u00f6nen Kasten passiert, der mit schwarzen Intarsien verkleidet und geschm\u00fcckt ist. Das ist doch eine wunderbare Beute: Nicht nur der schwarze Kasten \u2013 diese black box, die der Traum ja immer auch ist, die ein Kunstwerk, wie der schwarze Kasten ja auch eines ist, immer sind \u2013, sondern auch die Entdeckung, dass dieser Unbekannte vielleicht er selbst sein k\u00f6nnte. Dass dieser Unbekannte die Beute sein k\u00f6nnte, dass er dieser Unbekannte ist, etwas an sich entdeckt, von dem er noch nichts wusste.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie steht es dann mit der Begleitung, mit der Frau mit den blonden Haaren, mit den Beinen, bei der er sich fragt, ob er mit ihr schlafen k\u00f6nnen w\u00fcrde? Auch da ist etwas vergessen gegangen: Beim Aufschliessen der Wohnungst\u00fcre \u2013 \u00fcberall werden T\u00fcren ge\u00f6ffnet, hinter denen sich \u00dcberraschendes kundtut \u2013 hat er wohl vergessen, dass er es ist, der ihre Reisetasche tr\u00e4gt. Er schaut sie n\u00e4mlich ganz erstaunt an mit der Frage, wo sie denn ihre Reisetasche habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Da scheint es auch eine enge Verbindung zu geben zwischen den beiden, auch wenn die zun\u00e4chst gar nicht sp\u00fcrbar ist. Zudem eine, die von \u00dcberraschungen und Ungekanntem gepr\u00e4gt ist. Sie kann sehr deutlich sagen, dass sie da nicht wohnen wollen w\u00fcrde, was er dann gleich mit \u00fcbernimmt. \u00abDu wirst hier nicht wohnen wollen.\u00bb Auch hier stellt sich die Frage, wer wer ist? Wer ist die Traumstation, sind wir die Traumstation, die sich in diesem Traum ganz offensichtlich ohne \u00abT\u00bb zur Raumstation wandelt \u2013 im \u00dcbrigen eine Wortspiel, mit dem wir auch gespielt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Da haben wir Parallelen, da haben wir Wiederholungen, also fangen wir nochmals von vorne an. Warum nicht? Es kommt ja auch noch ganz viel. Also wahrscheinlich ist, von dem ich dachte, dass es der Unbekannte sei, also der, der den Kasten durchw\u00fchlt, das ist also vielleicht doch H., auch wenn es da nicht mehr erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der kleine Junge mit dem dunkelgr\u00fcnen Anorak, der bestens passt zum Gr\u00fcn dieses Zimmers, das von den Algen und anderem Gew\u00e4chs gepr\u00e4gt ist, will den alten Mann besuchen, der hier wohnt. Wunderbar. Der Junge aber geht wieder die Treppe hinunter, er seinerseits in den morastigen, morastig gr\u00fcnen Raum, dorthin, wo der Junge den alten Mann besuchen wollte. Begegnungen, immer wieder neue Begegnungen, nicht zu zwischen ihm, dem Tr\u00e4umer, und den anderen, offensichtlich auch zwischen ihm und sich selbst, was es da alles f\u00fcr geheime F\u00e4cher hat in diesem Kasten, der die R\u00e4ume ist, die der Traum sind, der er ist oder doch nicht er, also wer denn wo und was?<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommt das Schattenboxen, eine nat\u00fcrlich grossartige Kampftechnik, bei der man vor allem mit sich selbst k\u00e4mpft. Also wer ist der Kasten, also wer ist der Unbekannte in diesem Traum, ausser dass der Traum es nat\u00fcrlich ist. Das Ger\u00e4t zum Schattenboxen ist ein speer\u00e4hnlicher Gegenstand \u2013 aus zwei Bambusst\u00f6cken, also nicht einer, sondern zwei \u2013, das am Ende auseinanderl\u00e4uft in eine Gabelung. Da verdoppelt sich das Teil und wird zum Speer, der ihn bedroht, den Tr\u00e4umer. Sie sticht ins Schilf, sie sticht ins Unbekannte, er ist angetan von den geschmeidigen Bewegungen, so wie er angetan zu sein scheint von den blonden Haaren, von den Beinen dieser Frau, die ja auch die Wohnung nicht nur durchsucht, sondern auch durchsticht. Sie sticht ja zielstrebig ins Bad, die Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommt es zu einem Kampf, der kein Schattenkampf mehr ist. Die Frau sucht ihn zu treffen \u2013 das ist ja wunderbar, k\u00f6nnte man sagen. Sie sucht ihn zu treffen, wo er sich doch fragte, ob er mit ihm schlafen k\u00f6nne. Und sie stemmt sich gegen ihn mit dieser Stange, die zwei Meter lang ist, sie treibt ihn r\u00fcckw\u00e4rts, die Bewegung wird immer schneller, immer lustvoller. Wunderbar. Da gibt es eine Distanz, da geht es nicht ineinander \u00fcber, da ist es nicht gleich so, dass er schon sie ist, bevor sie weiss, wer sie ist, da ist es nicht so, dass er das Unbekannte schon gleich selbst ist. Sie h\u00e4lt ihn auf Distanz zwei Meter.<br>Und w\u00e4hrend der Bewegung versenken sie ihre Blicke ineinander, vollkommen ernst, vollkommen distanziert. Voil\u00e0! Und es ist zu sehen, es ist was zu sehen: Wie sch\u00f6n sie ist. Wie wundersch\u00f6n sie ist, die Bewegung wird immer schneller, das Begehren wird immer schneller. Und nat\u00fcrlich pl\u00f6tzlich, als ob es der kleine Junge gewusst h\u00e4tte, also pl\u00f6tzlich verwandelt sie sich in den alten Mann, in einen Opa, der aber sympathisch bleibt, der auch Spass hat an der Bewegung \u2013 und wir wollen hoffen, dass der Tr\u00e4umer nicht der Opa ist \u2013, dann bricht die Bewegung ab, die offensichtlich dennoch immer noch eine mit der Frau gewesen ist, denn sie trocknet sich nun das Gesicht mit dem Handtuch ab und sagt: Das war\u2019s. Er muss es akzeptieren, sie geht an ihm vorbei, ganz nahe in dem hautengen Trikot \u2013 atemberaubend muss es sein, so wie die immer schnelleren Bewegungen \u2013 reckt den Kopf zu ihm und dr\u00fcckt ihre weichen und warmen Lippen auf seinen Mund. Und er sp\u00fcrt ihre warme und schmale Taille unter ihrem Trikot. Was f\u00fcr eine Lust, was f\u00fcr eine Ber\u00fchrung, pl\u00f6tzlich keine T\u00fcren dazwischen, pl\u00f6tzlich kein Suchen mehr, aber da kommt es auch, wieder eine T\u00fcre, diesmal ein Absatz und dann geht es weiter mit:<br>\u00abNazis!\u00bb H. ruft es vor einer weissen Wand, frisch gestrichen, \u00fcber die verteilt Abdr\u00fccke blutiger H\u00e4nde sich von der anderen Seite durchdr\u00fccken. Die Ber\u00fchrung ist gef\u00e4hrlich, ist sie t\u00f6dlich, sie ist blutig, ist sie Lust?<br>Eine Lust, die am Anfang schon beinahe vorbei zu sein schien, bevor es anfing. \u00abHier m\u00f6chte ich nicht wohnen\u00bb, h\u00f6rt er sie sagen, \u00abHier m\u00f6chtest Du aber nicht wohnen wollen\u00bb h\u00f6rt er sich mehrmals sagen. Er hat ihr Z\u00f6gern schon \u00fcbernommen, es ist schon seines geworden, nicht nur einmal, sondern mehrmals, da muss man dann in der Tat lange suchen, bis man es wieder findet. Denn wo ist es? Bei den anderen, in den anderen Zimmern, es scheint nicht mehr zug\u00e4nglich, bestens verschlossen zu sein in dem schwarzen Kasten, der black box. So kann es nur ein Schattenboxen werden. Warum eigentlich? Vielleicht deshalb, weil es gef\u00e4hrlich ist mit diesen Stangen, mit diesen spitzen Stangen, wer ist da spitz? Wer hat die Stange? Es kommt ja st\u00e4ndig zu Vertauschungen, der Boden wird glitschig und rutschig. Sie scheint gef\u00e4hrlich zu sein, diese Lust, diese lustvolle Bewegung, sie scheint gef\u00e4hrlich zu sein, diese Sch\u00f6nheit. Ob er wohl mit ihr schlafen k\u00f6nnen w\u00fcrde? Das war eine Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie kann man mit dem Traum schlafen? Auch eine grossartige Frage. Er soll ja dem Schlafen dienen, ist immer nah am Aufwachen, weil er ja diese Gefahr darstellt, die dann aufwachen l\u00e4sst, da war ja die Rede von der albtraumhaften Szenerie, die draussen ist, diese Verw\u00fcstung. Ist also die Beute des Traumes der Schlaf? Das w\u00e4re ein bisschen wenig, weil man den doch gratis haben k\u00f6nnte. Die Beute des Traumes w\u00e4re schon eher die Lust und ihre Faszination, die auch zwei Seiten hat wie die vielen T\u00fcren und Zimmer, die vielen R\u00e4ume im Traum, von denen wir schon h\u00f6rten, dass die Tr\u00e4ume zu ihnen mutieren k\u00f6nnen, dass deshalb die Traumstationen Raumstationen werden, sich verwandeln so wie die wundersch\u00f6ne Frau im Moment der Lust zum Opa. Nein, nein, wir von den T Raumstationen wollen nat\u00fcrlich keine Opas sein, was nat\u00fcrlich nicht ausgeschlossen werden kann. Opas mit \u00abT\u00bb w\u00fcrden dann immerhin Topas geben, was f\u00fcr ein glitzernder Stein, so sch\u00f6n wie der Traum, der auch weitergeht von Zimmer zu Zimmer, von Raum zu Raum, von Traum zu Traum geht er weiter.<br>Und so fangen wir nochmals von vorne an, vielleicht nicht von vorne, es geht ja auch von der anderen Seite von r\u00fcckw\u00e4rts, von hinten geht es auch, so wie die Treppe von der r\u00fcckw\u00e4rtigen Seite des Hauses auch in das Zimmer f\u00fchrt, es \u00f6ffnet von hinten, was f\u00fcr eine Beute, dieser Traum, glitzernd funkelnd dieses Licht von allen Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ganz offensichtlich glitzert er nicht nur, der Traum. Er klingt auch, der speer\u00e4hnliche Gegenstand verzweigt sich, wird zu einer Gabeil, die zur Stimmgabel wird, so wie ein Raum in den n\u00e4chsten \u00fcbergeht, so wie ein Traum in den n\u00e4chsten \u00fcbergeht. Und der n\u00e4chste ist eine Stimmgabel, eine klingende, ganz offensichtlich aber auch eine gef\u00e4hrliche und wenn die Stimmgabel nat\u00fcrlich eine Stimme hat und vielleicht auch zwei Stimmen hat, weil sie zwei Gabelenden hat, dann kann man sich nat\u00fcrlich fragen, wie es mit den beiden Gabeln steht, wie es mit den Traumstationen und den Raumstationen steht, was f\u00fcr einen Klang die ergeben, was f\u00fcr einen Kampf in diesem Klang mitklingt und wie dieser Kampf einer der Lust und mit der Lust ist und wie ist es mit den Stimmen, wenn man an Odysseus denkt, der sich die Ohren verstopfen musste mit Wachs, damit er ihnen nicht erliegt, den Stimmen, den gef\u00e4hrlichen Stimmen der Sirenen, ist es vielleicht deshalb am Anfang schon vorbei bevor es \u00fcberhaupt angefangen hat und wie bet\u00f6rend sie singen, unsere Tr\u00e4ume, die R\u00e4ume erf\u00fcllen mit diesem Klang, der dauert dann an, der Klang, er klingt immer weiter, der Traum klingt immer weiter \u2013 das kann man ja auch hier sehen, dass er nicht aufh\u00f6rt, immer noch eine Runde und noch eine Runde \u2013 und er ist nicht nur handfest, so handfest wie die Stimmgabel, er ist eben gleichzeitig auch k\u00f6rperlos wie der Klang, wie die Stimme, die immer von woanders her kommt, uns umgibt, ganz nah uns umgibt wie dieser Kuss am Ende, sich auf uns legt mit weichen, warmen Lippen, mit bet\u00f6renden Lippen auf uns liegt, uns einh\u00fcllt, uns umgibt. Der rote Ton ist dann auch nicht nur der der Stimmgabel, dieses Dings, dieses Gegenstands, der rote Ton ist auch der der Lust, die durch die W\u00e4nde dringt, der nicht von den W\u00e4nden abgehalten werden kann, so viele es auch gibt, der rote Ton ist auch so leicht und fl\u00fcchtig wie der Klang, wie diese Lust des Trikots, der Ber\u00fchrung, die hauteng ist, die eine ist und fast doch keine ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und klar, st\u00f6sst der Traum auch zu. Er ist wie eine Lanze, wie diese Gabel, die auch Stimmgabel ist, die auch Sprache ist, auch Schrift, eine Schrift, die an der Wand z\u00fcngeln kann wie bei Belsazar, der l\u00e4stert, der die Gefahr herausfordert, das Verbotene. Der Traum und seine Beute, seine Ausbeute, die nicht nur virtuell bleibt, die nicht nur Klang bleibt, die sich auch schreibt, die sich einschreibt, die sich ausschreibt, aus sich heraus schreibt und den Dingen einen Stempel aufdr\u00fcckt, so wie der Druck, so wie die Schrift eine gedruckte ist, die eine des Traumes ist, einer Maschine, die sich in die Dinge einschreibt und in ihnen eingeschrieben ist. Dann hat man sie wieder auf Distanz, in den Dingen, in der Schrift, in dem Buch, das man vor sich liegen haben kann, das man von sich gestreckt halten kann. Der Traum st\u00f6sst einem zu und er st\u00f6sst zu \u2013 das hat die Gabel ja vorgef\u00fchrt, die eine Stimmgabel ist, eine Stimme, die von der Frau gef\u00fchrt wird, von dieser Verf\u00fchrung der hautengen, die dann doch nochmals auf Distanz gehen kann, er st\u00f6sst zu der Traum, man entkommt ihm nicht, kann Zimmer und Zimmer, kann Raum an Raum reihen und wird ihm nicht entkommen, manchmal wiederholt er sich auch \u2013 wie im gegebenen Falle \u2013 dann folgt Traum auf Traum, er wird zu einer Serie, weil man ihm nicht enkommen kann, seinem Zustossen, seinem Zustoss, weil man zu seiner Beute werden muss, nicht anders kann als zu ihr zu werden, zu diesem Buch, in dem er steht, das man dann nicht mehr nur in der Hand h\u00e4lt, dass man selbst ist, so wie diese R\u00e4ume, dieser Unbekannte, von dem man nie weiss, wo er ist, wo er herkommt, der Traum.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich ist er ein Film, ein Bild, das sich bewegt, so wie hier in dieser Bilderfolge, in der es sich bewegt, auch wenn sonst alles steht \u2013 so wie es jetzt ja auch der Fall ist, wenn alles steht, sich nichts bewegt, sich nichts zu bewegen scheint und es eben dennoch tut und wie es das tut, das zeigt der Traum, dieses bewegte Bild, so wie es st\u00e4ndig Bewegungen gibt im Traum, vom einen Raum in den n\u00e4chsten, von hinten und von vorne, die Bewegungen werden immer schneller und schneller und lustvoller und lustvoller, sie explodieren, die Bewegungen und gehen immer weiter und so ist es ja mit den Filmen, dass sie aus Stills bestehen, dass sie aus einzelnen Bildern, aus einzelnen Cadren, aus einzelnen R\u00e4umen bestehen, hintereinander gereiht, die W\u00e4nde, die Trennungen, die Schnitte \u00fcberspringen, das eine Bild ins n\u00e4chste tragen, \u00fcbertragen, auch wenn sie zum Opa wird, geht es weiter, auch wenn der kleine Junge, wenn H. kommt, geht es weiter, es bleibt nicht stehen, der Traum bleibt nicht stehen, er fliesst, es ist ein Fluss, pantha rei, am Ort und diesen sprengend, \u00fcber ihn hinausgehend, das ist der Traum, er ist ein Film, ein Agentenfilm \u2013 Agent Traum Traum Agent hiess die Veranstaltung, die immer weiter geht, so wie die Serie, so wie Agenten, so wie der Traum kein Ende hat immer schon angefangen hat und eben gerade nicht zum Ende kommt, auch wenn man nicht in ihm Wohnen m\u00f6chte, das kann man wiederholen so oft man will, das hat immer beide Seiten, den Anfang und den Schluss und sie kehren sich, so wie seine Faszination beide Seiten hat, den Schrecken, das Blut, die Lust, die Anziehung, die sich abst\u00f6sst mit der Stange, der langen zwei Meter langen Stange, die die Anziehung abst\u00f6sst, das geht weiter, das h\u00f6rt nicht auf, so wie die Serie, die auch kein Ende hat, ein Film ist, der nicht einfach geschrieben und gedreht ist, sondern sich immer weiter schreibt und weiter dreht.<\/p>\n\n\n\n<p>Jaaaaa, und was f\u00fcr eine rote Hose, was f\u00fcr eine rote Stimmgabel, die tanzt nat\u00fcrlich, die tanzt die Stimmgabel, die Hose, die Frau, diesen Raum l\u00e4sst sie tanzen, wie kann man sich ihr nicht hingeben, dieser Stimmgabel, dieser Stimme, diesem Tanz, diesem Traum, nat\u00fcrlich feinf\u00fchlig, aber das wissen wir ja, sie hat auch ihre beiden Seiten, da gibt es eben nicht nur eine, nicht nur die Feinf\u00fchligkeit, sie ist auch ziemlich rot und das knallt, das Rot, das Rot der Stimmgabel, das auch das Rot an der Wand ist, diese blutigen Spuren eines blutigen Kampfes, bei dem es um Leben und Tod gehen, jaaaa, ums Leben, gar keine Frage, aber eben ja doch auch um den Tod, der ja in dem ganzen Traum gegenw\u00e4rtig ist, auch dann, wenn die T\u00fcren offen sind wie hier, in diesem grossen, in diesem weiten Raum, aber dann sind sie auch immer wieder verschlossen, in ihnen das Abgeschlossene, das Eingeschlossene, der Abgrund, auf dem man tanzt, \u00fcber dem man tanzt, der tanzen l\u00e4sst an seinem Rand, mit Grazie, diese Bewegung der weit ausgestreckten Arme, der einladenden Arme, er l\u00e4dt uns immer wieder ein, der Traum.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ist es nur die Frau, ist es nicht auch der Traum, der zum Tanz einl\u00e4dt, ist die Frau ein Traum, die Traumfrau ist sie, ist sie deswegen nur ein Traum und wie ist es mit ihrer Wirklichkeit, die dann ganz heftig werden kann, die dann ganz stark werden kann, die zustossen kann, so wie der Traum, der sie auch ist und ist der Traum eine Frau, das ist wohl so, diese Verf\u00fchrung, die er ist, er st\u00f6sst nicht nur zu, er will uns erreichen, er streckt die Hand aus nach uns, man geht mit ihm auf die Reise, hat die Reisetasche in der Hand, die ja ihre ist, die ja der Traum, die des Traumes ist, man hat sie in der Hand, es dann doch vergessen, auch wenn sie die Hand, den Arm so ausstreckt, so ausstreckt wie die Stange, die dann zwischen ihr und ihm ist, dem Tr\u00e4umer, zwischen uns und dem Traum, der ja immer auch unzug\u00e4nglich bleibt, so wie sie es zu sein scheint, auch wenn sie das Zustossen doch sucht und will, auch wenn sie sich ganz nahe an ihm vorbeibewegt, vorbeischl\u00e4ngelt, wie eine Schlange, die auch der Traum ist, auch er ist eine Schlange, geht immer weiter, legt sich um uns wie der Klang, h\u00fcllt uns ein, in welcher Absicht dr\u00e4ngt sie sich heran, die Schlange, der Traum, die Frau, in welcher Absicht, was will sie von uns, das bleibt immer auch unzug\u00e4nglich bei allem Winken, bei allem Ausstrecken, das geht auch immer weiter, dieses Suchen nach einer Beute, die ein Gegenstand sein k\u00f6nnte, etwas Festes, so wie ein Buch, in dem es steht, das geht immer weiter und streckt sich aus und in dem Ausstrecken bleibt es fern und auf Distanz, das haben wir gesehen, das erf\u00fcllt den Traum, diese Distanz, die er ist, die er \u00fcberbr\u00fcckt, die er schafft so wie die Br\u00fccke \u00fcberbr\u00fcckt und gleichzeitig sie schafft, diese Distanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist ja grossartig, wie die ganz grosse N\u00e4he gleichzeitig Distanz schafft, wie es ist, wenn man die Distanz ganz nahe holt, wie es ist mit der Augenblickskugel und der ist doch ganz nah der Augenblick, gleichzeitig so kurz, so schnell wie die Bewegung, diese lustvolle, diese Lust, die ganz schnell ist und schon wieder vorbei wie der Augenblick, der so nah ist und gleichzeitig so fern, so ist auch der Traum so nah und so fern gleichzeitig, das ist Caravaggio und sein Selbstportr\u00e4t, in dem die Hand so gross wird, weil sie so nah in dieser N\u00e4he so verzerrt wird, und nat\u00fcrlich verweile doch oh Augenblick, Du bist so sch\u00f6n, und dann ist er verschwunden, dann ist es geschehen, dann ist man gepackt und ob es der Teufel, ob es Mephisto ist, wir wissen es nicht, es ist die Verf\u00fchrung, die der Traum ist, hauteng und auf den Lippen dieser Kuss, so weich und so warm ist es, ist sie, diese Lust, diese Verf\u00fchrung, die auch Verzerrung ist, das Sch\u00f6ne nur noch sch\u00f6ner macht und wie ist es dann, wenn er vorbei ist, der Augenblick, wie ist es mit dem Sch\u00f6nen, wie ist es mit dem Traum, verblast er, bleibt er, von welcher Seite zeigt er sich von hinten oder von vorne, dreht sich alles pl\u00f6tzlich um und bleibt verschlossen, was gerade noch so offen war, pl\u00f6tzlich kein Boden mehr unter den F\u00fcssen, wenn es immer schneller wird mit dieser Lust, da kommt alles ins Rutschen, was macht es mit mir, was macht er mit mir, dieser Augenblick der Lust, ihrer Lust, ihrer N\u00e4he, ihrer hautengen N\u00e4he, sie macht mich so ganz, sie erf\u00fcllt so, diese Lust und ja, wie ist es, wenn sie geht, wenn es das war, soll es dann besser gleich schon Anfang an gewesen sein? Da m\u00f6chte ich nicht wohnen und mehrmals und immer nochmals, alles verschwimmt vor den Augen, der Augenblick verschwimmt, weil er so nahe ist, weil er so extrem nahe ist, dass er verschwimmt, ist je n\u00e4her, je besser, je n\u00e4her, je sch\u00e4rfer und wie ist es mit der Distanz, mit dieser Gabel, mit dieser Stange, die zust\u00f6sst, der Augenblick, der trifft uns \u2013 auch im Traum \u2013 und schon ist er vergangen und wir suchen ihn weiter, fangen immer wieder von vorne an&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Lupe, der Augenblick ist immer unter der Lupe und gleichzeitig schon vorbei, in ihm verschr\u00e4nken sich die Augenblicke, das da sein und nicht mehr da sein, werden eins, die Vergangenheit und die Zukunft fallen zusammen, die Gegenwart f\u00e4llt in sich zusammen, um so erst recht zu sein in dieser Gleichzeitigkeit von dem was ist, das schon gewesen ist und dem was kommt was schon wieder weg ist. Ist es schon weg, bevor es gekommen ist, wo sind die Br\u00fcche, die gehen ineinander, die Zeit bricht zusammen, die Zeit ist nicht mehr chronologisch, der eine Augenblick nicht vom n\u00e4chsten gefolgt, weil in ihm sie sich k\u00fcssen, hauteng k\u00fcssen und das war\u2019s dann, schon wieder vorbei, die Beute des Augenblicks, des Traums, der so gegenw\u00e4rtig ist, die Beute l\u00f6st sich schon wieder auf, sie l\u00e4sst sich nicht in einem Buch festhalten, auch nicht einfach in der Feinf\u00fchligkeit, weil sie sich \u00fcberholt und \u00fcberholt wird, was immer auch brutal ist, schmerzlich ist, wenn es das war, wenn es vorbei ist, in dieser Gleichzeitigkeit, die alles aufl\u00f6st und in ihr nichts mehr l\u00e4sst als die Aufl\u00f6sung, diese Lust der Aufl\u00f6sung, diese Aufl\u00f6sung als Lust, der Lust, die sich durch die W\u00e4nde dr\u00fcckt, an den W\u00e4nden schreibt mit Blut, mit der Verg\u00e4nglichkeit, mit den Schmerzen, dem Tod, der immer da ist im Traum, weil er ohnehin von irgendwoher kommt, wo Augenblick ist und der schon vorbei, er ist da und vergeht, was f\u00fcr eine Sch\u00f6nheit, dieser Kuss &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Und da haben wir ihn, den schwarzen Kasten, der ja die black box ist, die im Traum schon tanzt, die sich zeigt und gar nichts sehen l\u00e4sst, da haben wir sie, und nat\u00fcrlich schliesst er sich mit allem zusammen, der Traum, mit dem n\u00e4chsten, mit dem vorherigen, mit der Zeit, die er aufl\u00f6st, mit den R\u00e4umen, die er ebenso auftut und abschliesst, er ist die Schnittstelle par excellence, er ist die Verbindung par excellence, er ist so virtuell wie ein Email, wie der Klang, die Stimmgabel, die Stimme, er ist so virtuell wie die flammende Schrift an der Wand, verbindet sich mit in allem, in ihn geht es ein, das was herumliegt in dem grossen Raum, in dem getanzt wird, das was auf dem Boden liegen bleibt als Abfall, in ihn geht alles ein, aus ihm heraus wird alles, er geht in alles ein, was drumherum steht, er streckt sich aus, er reckt sich, die Ber\u00fchrung bleibt nicht aussen, sie st\u00f6sst zu, geht in uns ein die Traumstationen, die Raumstationen ber\u00fchren sich, bleiben nicht \u00e4usserlich und wie es mit dem Nabel ist, das wissen die G\u00f6tter und sie wissen eines, dass es nicht einen gibt, dass er im Plural ist, so wie er unbestimmt ist, wie der Augenblick, der auch der Traum ist, auch wenn er noch so spitz ist wie die Lanze, die Gabel, wie der der Pfell, der Schuss, er bleibt unbestimmt und deshalb geht er auch weiter in dieser Unbestimmtheit, mit seinen Br\u00fcchen, die nicht nur zusammenbrechen, sondern gleichzeitig auch explodieren und aus sich heraus gehen und immer weiter gehen, mal sehen, was da kommt&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/traumbeute.de\/schluesseltraum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Traum: Schl\u00fcsseltraum<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unfortunately, a translation is not yet available. 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