{"id":1263,"date":"2020-07-02T16:27:45","date_gmt":"2020-07-02T14:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/traumbeute.de\/schluesseltraum"},"modified":"2023-01-01T12:27:36","modified_gmt":"2023-01-01T11:27:36","slug":"schluesseltraum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/schluesseltraum","title":{"rendered":"Sue\u00f1o clave"},"content":{"rendered":"\n<p>Lamentablemente, a\u00fan no se dispone de traducci\u00f3n. Estamos trabajando en ello.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>30.03.2020<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Traumdeuterinnen und Traumdeuter &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>vielen Dank zur Einladung, Ihre E-Mail-Traumstation aufzusuchen. Ich nehme sie gerne an.<\/p>\n\n\n\n<p>In den gegenw\u00e4rtigen Zeiten klingt \u201eTraumstation\u00bb etwas nach \u201eRaumstation\u201c &#8211; und weckt damit die Assoziation einer Raumbetrachtung aus weiterer Umlaufbahn \u2026 abgeschieden \u2026 Aber da die Welt gerade Kopf steht, ist Tr\u00e4umen und Traumdeuten vielleicht eine der wenigen M\u00f6glichkeiten, sie wieder auf die F\u00fc\u00dfe zu stellen \u2026 und ist die Psychoanalyse eine der wenigen Praktiken, die gerade kollektiv um sich greifenden ganz neuen Leiden der Seele zu \u201eerden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das Gef\u00fchl alptraumhaften Geschehens stellt sich angesichts der Zumutungen dieser Tage und Wochen offenbar vielen ein &#8211; und nicht nur uns. Wir &#8211; das sind sozusagen Traumerkunder auf der Schwelle zwischen Kunst und Nicht-Kunst, also gar nicht so weit weg von dort, wo Sie sich mit Ihrem Seminar, mit Missing Link und wohl auch mit Ihren Praxen niedergelassen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Als K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler sind wir gerade im Rahmen unseres Projektraums mit der Vorbereitung einer Ausstellung zum Thema \u201eTraumbeute\u201c f\u00fcr den Herbst dieses Jahres besch\u00e4ftigt &#8211; allerdings d\u00fcrfte die momentane europaweite Meuchelung der \u00f6ffentlichen Kunst- und Kulturaktivit\u00e4ten durch Viren-Albtraumgebilde und die parallele Wirtschaftsraumverw\u00fcstung das f\u00fcr eine Weile in den virtuellen Raum verbannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt gibt also endliche und unendliche Tr\u00e4ume. Aber von Traumbeutenden zu Traumdeutenden: Das ist ja in der Psychoanalyse nicht anders \u2026 Und wie auch immer das dann ausgeht, schlie\u00dft oder doch gar endet &#8211; ein ganz besonderer Augenblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern werden Sie selbstverst\u00e4ndlich gewusst haben, was Sie sich mit Ihrer Einladung und Zusage einer Deutung \u201esozusagen\u00bb \u201em\u00f6glicherweise\u00bb eingehandelt haben &#8211; zumal ja mit R\u00fccksicht auf Darstellung das in Wort und Bild Auftauchende eines Traums eine ganz andere Eigenzeit hat als dieser selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte also quasi schon Ihre Einladung angenommen, bevor ich sie las: \u00abLassen Sie sich anstecken von Ihren Tr\u00e4umen, sich begl\u00fccken, sich irritieren, spinnen Sie sie weiter, lassen Sie sich von ihnen treiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und ja, ich bin auf Ihre psychoanalytische Deutung sehr gespannt &#8211; insbesondere da in die k\u00fcnstlerisch weitergesponnen Tr\u00e4ume \u201etats\u00e4chliche\u201c Tr\u00e4ume eingewoben sind, oder vielleicht besser: als Oneirofakte den Artefakten ins Nest gelegt wurden und von uns abwechselnd bebr\u00fctet werden \u2026 Zudem gibt es diesen Traum (siehe unten) der schlicht insistiert, eine Art Schl\u00fcsseltraum ohne Zweifel, aber auch einer, aus dem manche rote Spur sich als roter Faden durch die Texte zieht &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich nehme Ihre Einladung also gerne an und schicke anbei das \u201eTraumprotokoll\u201c eines Traums und folgend Traumbeutez\u00fcge, auch der Frage auf der Spur, worum es sich bei all diesem Beutemachen eigentlich dreht \u2026 und wo sich da wohl der Nabel findet. Ich tue das bis zum Schluss, oder bis Sie denn \u201eHalt\u201c rufen \u2026 aber endlos ist es nicht :).<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin auch deshalb gespannt auf Ihre Deutung, da zu meiner Darstellung des Traums und der Gedanken dazu jene Assoziationen nicht m\u00f6glich sind, die sich als Einf\u00e4lle beim Mitteilen, sozusagen in der \u00dcbertragung &#8211; und aus Ihrem Analysieren &#8211; ergeben. Insofern sind die separat folgenden Traumbeutelieferungen \u201eeine Art Assoziationsgeschehen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n\n\n\n<p>K<\/p>\n\n\n\n<p>Hier also der Traum (Beute folgt \u2026) zu Ihrer Deutung:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schl\u00fcsseltraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe sie vom Bahnhof abgeholt. Ich trage ihre Reisetasche, eine T\u00fcte mit Brot in derselben Hand. Je n\u00e4her wir der Kirche in der Stra\u00dfe kommen, desto mehr verd\u00fcstern sich die Fassaden der H\u00e4user, desto mehr verdunkelt sich der Himmel. Sie sagt mehrmals: Hier m\u00f6chte ich nicht wohnen. Wir kommen auf der rechten Stra\u00dfenseite an der Kreuzung vor der Kirche an und m\u00fcssen warten, weil die Ampel rot zeigt. Mehrmals h\u00f6re ich mich sagen: Hier w\u00fcrdest Du aber nicht wohnen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier wohne ich also. Ist das nicht sch\u00f6n? Die H\u00e4userfront auf der linken Stra\u00dfenseite wird noch schattiger und dunkler. Der strahlende Himmel taucht die Stra\u00dfe in einen irrisierenden Glanz unbestimmter Farbe, perlmutterne (!) Bronze. Ich sage beim \u00fcberqueren der Stra\u00dfe: Gleich werden wir in eine Einfahrt einbiegen, durch die du alleine sicher nicht gehen w\u00fcrdest. Wir durchschreiten die Einfahrt, ich \u00f6ffne die Haust\u00fcr und wir steigen den schmalen Treppenaufgang hinauf.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Wohnungst\u00fcr suche ich nach meinem Schl\u00fcssel. Als ich ihn finde, sehe ich sie erschrocken an: \u00dcber ihrer Schulter h\u00e4ngt lediglich eine kleine Tasche. Wo ist deine Reisetasche? frage ich. Schweigend geht sie um mich herum, ich komme ihr mit dem Blick entgegen und dann sehe ich die Tasche. Ich halte sie in der Hand. Durch die von mir aufgeschlossene T\u00fcr betritt sie den Flur. Zielstrebig geht sie zum Bad. Ich folge ihr, und als sie eingetreten ist, knipse ich das Licht an. Ich sehe ihre kurzen blonden Haare, ihre Beine. Ob ich mit ihr schlafen k\u00f6nnte? Im hellen Licht gl\u00e4nzen teure dunkelgr\u00fcne Kacheln, blitzen Armaturen. Sie macht eine anerkennende Geste. Dann geht sie durch das Bad weiter in die K\u00fcche, durchquert auch diese und kommt in das kleine Schlafzimmer, in dem nur zwei Bette stehen, jeweils an den gegen\u00fcberliegenden W\u00e4nden, nur durch einen schmalen Gang getrennt. Die Betten sind mit frisch gewaschener, ungeb\u00fcgelter wei\u00dfer W\u00e4sche bezogen, die noch feucht duftet. Beide Betten sind zerw\u00fchlt. Aber schon &#8211; bevor ich es verhindern kann &#8211; hat sie auch diesen Raum durchschritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich folge ihr in das n\u00e4chste Zimmer: Seit damals habe ich es nicht mehr betreten. Sie sagt: Hier mu\u00df heute Nacht jemand geschlafen haben. Ich f\u00fchle mich erblassen und antworte: Das kann nicht sein. Sie schn\u00fcffelt. Schale, abgestandene und verbrauchte Luft. Ich gebe ihr recht. In meinem Kopf beginnt es fieberhaft zu arbeiten. Durch das kleine Oberlicht kann er nicht gekommen sein. Au\u00dfer der T\u00fcr, die zu meinem Schlafzimmer f\u00fchrt, gibt es aber keine weitere. Auch das Bett, das in diesem Zimmer an der Wand gegen\u00fcber der T\u00fcr steht, ist zerw\u00fchlt: ein weiterer Hinweis, da\u00df hier tats\u00e4chlich jemand geschlafen hat. Spuren regelm\u00e4\u00dfiger Benutzung im Raum. W\u00e4hrend ich angestrengt \u00fcberlege, rauscht ihre plaudernde Stimme an mir vorbei, macht mich unruhig. Sie ist sich des Problems in keinster Weise bewu\u00dft. Als ich meinen Blick \u00fcber den Reisstrohteppich auf dem Boden gleiten lasse, erkenne ich am Fu\u00dfende des Bettes eine Erh\u00f6hung. Eine Fallt\u00fcr. Ich gehe zu der Stelle und hebe den zerfallenden Teppich kurz an. Eine Fallt\u00fcr. Ich lasse den Teppich wieder sinken und folge ihr in die K\u00fcche. Dort suche ich nach einem Schlo\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00fcr zwischen meinem Schlafzimmer und dem Raum des Unbekannten ist nur durch einen B\u00fcgel, den ich oft an Verschl\u00e4gen gesehen habe, gesichert. Er ist \u00fcber eine Krampe zu schieben, durch die dann ein H\u00e4ngeschlo\u00df gesteckt wird. Ich finde ein Schlo\u00df, aber es fehlt der Schl\u00fcssel. Au\u00dferdem ist der B\u00fcgel abgebrochen. Ich trete erneut in das Zimmer des Unbekannten. Ich sehe jetzt, da\u00df sich hinter dem Bett eine weitere T\u00fcr befindet. Voller Unbehagen schreite ich hin\u00fcber. Im Schlo\u00df dieser T\u00fcr steckt ein Schl\u00fcssel, den ich abziehe. Ich stecke ihn in das in meiner Hand liegende Schlo\u00df, das, wieder vollst\u00e4ndig, nun auch funktioniert. Ich verlasse den Raum und verschlie\u00dfe die T\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich in die K\u00fcche zur\u00fcckkehre, erz\u00e4hle ich H. von meiner Entdeckung. Er sitzt am Tisch und trinkt einen Milchkaffee. Ich \u00e4u\u00dfere die Vermutung, da\u00df von der anderen Seite ein weiterer Aufgang zur Wohnung f\u00fchrt. Und da\u00df von dort die T\u00fcr hinter dem Bett zu erreichen ist. Er h\u00f6rt mir aufmerksam zu. La\u00df uns der Sache auf den Grund gehen, sagt er. Wir verlassen das Haus und begeben uns zu der Stelle, wo, hinten an dem kleinen Haus, der Aufgang meiner Meinung nach zu finden sein mu\u00df. Tats\u00e4chlich finden wir eine Treppe und in einem Windfang eine T\u00fcr. Wir \u00f6ffnen sie und ich schicke ihn \u00e4ngstlich vor. Er lacht. Gemeinsam steigen wir das schmale Treppenhaus hinan und geraten an eine weitere T\u00fcr. Das mu\u00df die hinter dem Bett sein, denke ich. Er dr\u00fcckt die Klinke und die T\u00fcr l\u00e4\u00dft sich ganz einfach \u00f6ffnen. Wir treten aber zu meiner \u00dcberraschung in einen kleinen Flur, der zu einer weiteren T\u00fcr f\u00fchrt. Ich bin verunsichert.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir &#8211; wiederum m\u00fchelos &#8211; die T\u00fcr \u00f6ffnen, erblicke ich ein vollkommen zerfallenes Zimmer. An den W\u00e4nden stehen morsche Schr\u00e4nke, der Boden ist mit einer dicken Schicht gr\u00fcnen Mooses bedeckt. Mehrere Gegenst\u00e4nde sind in dieser sehr feuchten &#8211; Gr\u00fcnspan und Algen &#8211; gr\u00fcnen Schicht halb versunken. Ein gro\u00dfer l\u00e4nglicher Kasten aus schwarzem, mit wei\u00dfen Intarsien versehenem Holz liegt vor der Wand gegen\u00fcber der T\u00fcr in der Schicht. Ich stehe an dieser Wand, vielmehr in der T\u00fcr, die nun tats\u00e4chlich in das Zimmer des Unbekannten f\u00fchrt und beobachte, wie er den Kasten \u00f6ffnet. Der Deckel versperrt mir die Sicht. Er w\u00fchlt im Kasten herum. Ich sage mehrmals: La\u00df das doch besser. Er h\u00f6rt nicht. Das Innere des Kastens ist in mehrere F\u00e4cher unterteilt. Genau in der Mitte befindet sich ein verschlossenes Fach.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Sicherheit enth\u00e4lt es die zerst\u00fcckelte Leiche im Plastiksack von damals. In den anderen F\u00e4chern befinden sich alte Bestecke. Er kramt immer noch darin herum. Ich durchschreite vorsichtig das Zimmer, um nicht auszurutschen. Als ich an ihm vorbeigehe, denke ich erneut: La\u00df das doch lieber. Ich trete auf einen alten Schn\u00fcrstiefel, der zur H\u00e4lfte in dem gr\u00fcnen Morast versunken ist. Er l\u00f6st sich mit einem schmatzenden Ger\u00e4usch aus dem Grund. W\u00e4ssrige, ziegelrostigrotfarbene Fl\u00fcssigkeit wird unter der Sohle sichtbar. Ich schreite weiter, durch die T\u00fcr, gelange in den kleinen Flur. Als ich gerade die Klinke der Treppenhaust\u00fcr fassen will, \u00f6ffnet sich diese und ein Schatten huscht an mir vorbei. Ich greife sofort zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleiner, etwa zehnj\u00e4hriger Junge steht mit angstgeweiteten Augen vor mir. Ich fasse den Stoff seines dunkelgr\u00fcnen Anoraks und sch\u00fcttele ihn. Was machst Du hier? frage ich ihn. Er antwortet, da\u00df er den alten Mann besuchen will, der hier lebt. Ich glaube ihm, sehe ihn eine Weile an und lasse los. Nun gut, sage ich, dann lauf mal. Er hastet die Treppe hinab und davon. Ich kehre in den Morastraum zur\u00fcck. H. hat das Zimmer verlassen und ich suche nach einem Schl\u00fcssel zu dem Raum des Unbekannten. In der T\u00fcr zu dem kleinen Flur steckt keiner. Aber in der T\u00fcr zum Zimmer des Unbekannten steckt auf der Seite des Morastzimmers ein alter rostiger Schl\u00fcssel, tief, bis zu seinem kreisrunden kleinen Ring. Ich ziehe ihn heraus und stecke ihn von der anderen Seite ins Schlo\u00df, schiebe die T\u00fcr zu und durchquere das Morastzimmer. Im kleinen Flur schlie\u00dfe ich die T\u00fcr zu ihm ab und steige die Treppe hinunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich f\u00fchle mich erleichtert. Unten \u00fcbt sich eine Frau in einer Kampftechnik, Schattenboxen vielleicht. Sie h\u00e4lt in der rechten Hand einen speer\u00e4hnlichen Gegenstand, ein aus zwei Bambusst\u00f6cken zusammengeschn\u00fcrtes Ger\u00e4t, das an einem Ende gabelf\u00f6rmig auseinanderl\u00e4uft. Die Gabelenden werden von einer Querlatte auseinandergedr\u00fcckt, und genau diese Strebe hat die Frau von oben so umfa\u00dft, da\u00df das lange Ende der St\u00f6cke im rechten Winkel zu ihrem Handgelenk nach vorne steht. So sticht sie immer wieder ins Schilf. Ich f\u00fchle mich bedroht, bin aber angetan von ihren geschmeidigen Bewegungen. Als sie mich zu treffen sucht, umklammere ich die Spitze der zusammengebundenen Bambusst\u00f6cke, die immerhin einen Durchmesser von mindestens f\u00fcnf Zentimetern hat, so, da\u00df sie sich genau vor meiner Brust befindet und ich beide Daumen unten und die Finger beider H\u00e4nde oben an der Stange habe. So kann ich mich kr\u00e4ftig gegen sie stemmen. Die Stange ist an die zwei Meter lang und die Frau stemmt sich jetzt mit ihrem ganzen Gewicht in die Gabel. Mit gro\u00dfer Kraft dr\u00fcckt und treibt sie mich r\u00fcckw\u00e4rts \u00fcber den gro\u00dfen Rasen. Ich mu\u00df mich sehr anstrengen, um nicht auszugleiten. Die Bewegung wird immer schneller, immer lustvoller.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Bewegung versenken wir unsere Blicke ineinander, vollkommen ernst, vollkommen distanziert. Sie ist sch\u00f6n: harte, blaugr\u00fcne Augen, ein m\u00e4dchenhaftes Gesicht, dunkle, lange und \u00fcber die Ohren reichende Haare. Es geht immer schneller und schneller. Pl\u00f6tzlich verwandelt sie sich in einen alten Mann, einen Opa mit \u00fcberaus sympathischem Gesicht, der eine runde braune Metallbrille und eine sehr sch\u00f6ne braune Krawatte tr\u00e4gt. Auch ihm bereitet diese Art der Bewegung viel Spa\u00df. Seine Augen sind geweitet vor Anstrengung. Die Stange hat sich um einen Meter verk\u00fcrzt. Als die Bewegung abbricht, bin ich in Schwei\u00df gebadet. Die Frau trocknet sich mit einem Handtuch das Gesicht. Langsam kommt sie mit ernster Miene auf mich zu. Das wars, sagt sie, ich gehe jetzt nach oben. Ich wei\u00df, da\u00df ich es akzeptieren mu\u00df, obwohl ich es schade finde. Als sie in ihrem hautengen zweiteiligen Trikot an mir vor\u00fcber geht, ohnehin sehr nah, reckt sie \u00fcber ihre Schulter den Kopf zu mir und dr\u00fcckt ihre weichen und warmen Lippen auf meinen Mund. Ich sp\u00fcre ihre warme und schmale Taille unter ihrem Trikot.<\/p>\n\n\n\n<p>Nazis! h\u00f6re ich H. in diesem Moment schreien. Entsetzt und ahnungsvoll renne ich die vordere Treppe zu unserer Wohnung hinauf, durchquere Flur, Bad und K\u00fcche und gelange in das Schlafzimmer mit den beiden Betten. Auf dem linken sitzt er und schaut mit angstverzerrtem Gesicht auf die Wand, hinter der das Zimmer des Unbekannten liegt. Sie ist vollkommen wei\u00df, frisch gestrichen, und \u00fcber ihre ganze Fl\u00e4che sind Abdr\u00fccke blutigroter H\u00e4nde verteilt, die von der anderen Seite durchdringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutungen. Interpretationen. Assoziationen. Durcharbeitungen. Spuren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/traumbeute.de\/traumstation-schluesseltraum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutung der Traumstation<\/a> vom 18.04.2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lamentablemente, a\u00fan no se dispone de traducci\u00f3n. Estamos trabajando en ello. 30.03.2020 Sehr geehrte Traumdeuterinnen<a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/traumbeute.de\/es\/schluesseltraum\"> [&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1263"}],"collection":[{"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1263"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1263\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1277,"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1263\/revisions\/1277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/traumbeute.de\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}